Leerstehendes Mischgebäude: fünf Nutzungen, mehrere Epochen
Ein großes, leerstehendes Gebäude mit fünf ganz unterschiedlichen Nutzungen, aus mehreren Epochen zusammengewachsen, mit bis zu 1,6 Meter dicken Wänden und drei Heizzentralen. Ein Fall, in dem Pauschalen komplett versagen.

Ausgangslage
Fünf Nutzungen unter einem Dach: Wohnen, Büro, ein Fitnesscenter, Einzelhandel und ein Tonstudio. Jede davon wird nach DIN V 18599 als eigene Zone mit eigenem Nutzungsprofil gerechnet.
Die Bausubstanz stammt aus mehreren Epochen, teils aus dem 19. Jahrhundert — mit Außenwänden bis zu 1,6 Meter Dicke neben deutlich schwächeren Abschnitten. Und drei getrennte Heizzentralen.
Weil das Gebäude leer stand, trugen die Verbrauchsdaten keine Aussage mehr. Es musste bilanziert, nicht abgelesen werden.
Vorgehen
Vollständiges 3D-Aufmaß über alle Gebäudeteile und Epochen. Daraus ein digitaler Zwilling, aus dem sich Massen, Bauteilflächen und U-Werte je Zone ableiten lassen — vom 1,6-Meter-Mauerwerk bis zur ungedämmten Wand.
Zonenweise Bilanzierung nach DIN V 18599, dann jede Maßnahme einzeln durchgerechnet: Massen aus dem Modell, Kosten aus der Kalkulation, Wirkung aus der Bilanz.
Aufbereitung als Entscheidungsgrundlage: Maßnahmenvergleich in kWh/a, Energiefluss je Bauteil und CO₂-Vergleich, abgestimmt auf die strategische Richtung des Objekts.
Ergebnis
- Beheizte Nutzfläche
- 9.564 m² NGF
- Nutzungszonen
- 5 getrennt bilanziert
- Durchgerechnete Maßnahmen
- 8 mit Amortisation
Statt einer pauschalen Empfehlung lag am Ende eine belastbare Grundlage vor: welche Maßnahme an welchem Bauteil, zu welchen Kosten, mit welcher Wirkung — über alle fünf Nutzungen und alle Epochen hinweg.
Das Modell interaktiv ansehenAnonymisiert dargestellt: ohne Namen und Adresse, Kennzahlen gerundet.


