Pflegeheim-Portfolio: warum der Bedarfsausweis die Häuser rettet
Ein Portfolio ist zuerst eine große Zahl. Erst wenn man jedes Haus einzeln aufnimmt, zeigt sich das Wesentliche — und in diesem Fall eine Klasse, die den Häusern jahrelang zu Unrecht angehängt wurde.

Ausgangslage
Zehn Objekte, verteilt von Dortmund über Hannover bis Hamburg. Alle wurden begangen — auch die erst wenige Jahre alten Häuser, bei denen sich im Bau noch Änderungen ergeben hatten.
Das Problem der Ausgangslage: Die vorhandenen Verbrauchsausweise stuften die Häuser rund zwei Effizienzklassen zu schlecht ein. Pflegeheime fahren deutlich höhere Innentemperaturen als die Norm annimmt — eine nicht normkonforme Nutzung, die den gemessenen Verbrauch nach oben treibt.
Vorgehen
Vollständige Begehung und Aufnahme jedes Objekts. Änderungen aus der Bauphase wurden dokumentiert und dem Eigentümer übergeben — eine Datenbasis, die auch für die spätere Auslegung der Heizungen trägt.
Bilanzierung nach DIN V 18599 mit genormtem Nutzungsprofil statt gemessenem Verbrauch. Die Flächen und Ist-U-Werte je Bauteil kommen direkt aus den amtlichen Kontrolldateien.
Ergebnis
- Objekte
- 10, rund 48.000 m²
- Effekt Bedarf vs. Verbrauch
- rund 2 Klassen besser
- Nebeneffekt
- Basis für Heizungsauslegung
Über den Bedarfsausweis stehen alle Objekte deutlich besser da als über den alten Verbrauchsausweis — was sich unmittelbar auf Bewertung und Refinanzierung auswirkt. Und die Aufnahme liefert zugleich die Grundlage für jede weitere Planung.
Das Portfolio interaktiv durchklickenAnonymisiert dargestellt: ohne Namen und Adresse, Kennzahlen gerundet.